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ALTENKUNSTADT

Ein alternativer Mobilfunkmast für Altenkunstadt wird gebaut

Ein alternativer Mobilfunkmast für Altenkunstadt wird gebaut
Baubeginn: Vertreter der Gemeinde Altenkunstadt, des Gemeinderats, der Deutschen Telekom, der Deutschen Funkturm, der Firma Fuchs Europoles und Mitglieder der Bürgerinitiative „Mobilfunkstandort Altenkunstadt“ freuten sich über die Errichtung des alternativen Mobilfunkmasts am Gemeindeberg. Foto: Dieter Radziej

Die Bauarbeiten für den alternativen Mobilfunkmast für Altenkunstadt auf dem Gemeindeberg haben am Montag begonnen. Bei einem Ortstermin der Gemeinde Altenkunstadt mit der Deutschen Funkturm und der Deutschen Telekom gab es Informationen zu diesem Vorhaben. Wenn der Mobilfunkmast in Betrieb gegangen ist, könne der Abbau bestehender Sendeanlagen, wie auf dem Galgenberg-Hochhaus erfolgen.

Bürgermeister Robert Hümmer erinnerte an die Unterschriftenliste der Bürgerinitiative Mobilfunkstandort Altenkunstadt (BI) mit 2742 Unterzeichnern, die ihm bei seinem Amtsantritt vorgelegt wurde. Damit untermauerte die BI ihre Forderung nach einem vorsorgeorientierten Mobilfunkstandortkonzept für das Gemeindegebiet. Um sicherzustellen, dass keine neuen Mobilfunkanlagen errichtet werden können, habe der Gemeinderat im Juni 2014 eine Veränderungssperre und den Bebauungsplan „Mobilfunk Altenkunstadt“ für das gesamte Gemeindegebiet beschlossen.

Ein alternativer Mobilfunkmast für Altenkunstadt wird gebaut
Die partnerschaftliche Zusammenarbeit beim Bau des Mobilfunkmasts würdigten (v. li.) Bürgermeister Robert Hümmer, die Kommunalbeauftragte Karin Erhardt und Anton Siegmund von der Deutschen Funkturm.
„Letztendlich fanden alle eine gemeinsame Lösung und mit dem Standort des Mastes auf dem Gemeindeberg einen tragfähigen Kompromiss.“
Robert Hümmer, Bürgermeister

Ein Mobilfunkkonzept, das das Umweltinstitut in München erstellte, diente zugleich als Diskussionsgrundlage für die Zusammenarbeit mit den Mobilfunkbetreibern. „In den verganenen fünf Jahren war es nicht einfach, alle Interessen der Bürgerinitiative Mobilfunk, des Gemeinderates, der Mitbürger sowie des Betreibers unter einen Hut zu bringen“, betonte Hümmer. Gemeinsames Ziel war es dabei, in mehreren Großveranstaltungen für die nötige Transparenz und Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu sorgen. Der Bürgermeister dankte der Kommunalbeauftragten Technik der Deutschen Telekom, Karin Erhardt, für die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Dialogverfahren. „Letztendlich fanden alle eine gemeinsam

e Lösung und mit dem Standort des Mastes auf dem Gemeindeberg einen tragfähigen Kompromiss“, erklärte Hümmer. Mit dem Bau des Funkmasts der Deutschen Funkturm auf dem Gemeindeberg werde die Strahlenbelastung so weit wie möglich reduziert.

Karin Erhardt von der Telekom erklärte, dass es ein Anliegen ihres Unternehmens sei, für einen schnellen Datentransfer und die zeitgemäße Versorgung ihrer Kunden zu sorgen. Eine derartige Anlage müsse in das bestehende Netz eingebunden werden. Die Systemtechnik für den Mobilfunkmast sei schon bestellt. Der Sendebetrieb soll im dritten Quartal 2019 beginnen, vielleicht sogar schon im Juli. Vom Gemeindeberg aus werden der Hauptort und die Gemeindeteile von Altenkunstadt versorgt.

Von einer wichtigen Zukunftsinvestition, die den kommenden Mobilfunkgenerationen zugutekomme, sprach Anton Siegmund, Teamleiter Planung der Deutschen Funkturm. Nach Erstellung des Fundaments werde der Mast von der Firma Fuchs Europoles aus Neumarkt geliefert. An das Stromnetz werde die Sendeanlage vom Talgrund in Pfaffendorf aus angeschlossen.

Von Dieter Radziej

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