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PFAFFENDORF

Nachruf: Trauer um Johann Nastvogel: Die gute Seele der Pfarrei

Im Alter von 89 Jahren starb Johann Nastvogel. Foto: Bernd Kleinert

Johann Nastvogel ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Eine Nachricht, die in Pfaffendorf tiefe Trauer auslöste. Der engagierte Bürger hat sich um die katholische Filialgemeinde verdient gemacht. 50 Jahre lang verrichtete er in der St. Georgskirche den Mesnerdienst.

„1962 hat die Familie Nastvogel die ehemalige Schule neben der Kirche gekauft und zu einem Wohnhaus umgestaltet. Im gleichen Jahr übernahm unser Hans zusammen mit seiner Frau Wilhelmine den Mesnerdienst in unserem Gotteshaus“, erzählt Kirchenpflegerin Maria Wiehle. Ob Blumenschmuck, Pflege der Kirchenwäsche oder Putzdienst – die Pfaffendorfer konnten stets sicher sein, dass ihre St. Georgskirche sich in guten Händen befand.

Nach dem Tod seiner Frau führte Johann Nastvogel den Mesnerdienst allein weiter. Er sorgte dafür, dass an Weihnachten ein Christbaum die Kirche schmückte, die Krippe aufgebaut und das Kirchenumfeld gepflegt wurde. „Als wir noch keine elektrische Läutanlage hatten, hat unser Hans die Glocken täglich mit der Hand geläutet“, erinnert sich Wiehle. Er bereitete Gottesdienste, Betstunden und Trauungen vor und verhalf Festmessen zu besonderen Anlässen zu einem würdigen Rahmen.

Mit Rat und Tat begleitete er die umfangreiche Kirchenrenovierung. Mit einer Ehrenurkunde dankte die Erzdiözese Bamberg wurde dem treuen Mesner 2012 für sein 50-jähriges Schaffen im „Weinberg Gottes“. Bald darauf legte er sein Amt in jüngere Hände.

Der Trauergottesdienst für Johann Nastvogel findet am Donnerstag, 14. Februar, um 14 Uhr in der katholischen Pfarrkirche „Mariä Geburt“ in Altenkunstadt statt. (bk)

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