aktualisiert:

BURGKUNSTADT

Neujahrskonzert des Gospelchors Kronach: Klangvolumen und Freude am Singen

Neujahrskonzert des Gospelchors Kronach: Klangvolumen und Freude am Singen
So bunt wie die Halstücher der Sängerinnen war auch das Programm des Kronacher Gospelchores, der im Rahmen seines Neujahrskonzerts in Burgkunstadt mit seinem beeindruckenden Klangbild einen bleibenden Eindruck hinterließ. Foto: Matthias Schneider

Zwölf Jahre ist es her, dass der Gospelchor Kronach das letzte Mal in der Christuskirche seine musikalische Visitenkarte abgegeben hatte. Und doch musste sich das Neujahrskonzert für den über dreißigköpfigen Chor am Samstagabend wie ein Heimspiel angefühlt haben. Die Kirchenbänke waren bis auf den letzten Platz besetzt, das Publikum sang begeistert mit und wollte das Ensemble nach dessen neunzigminütigem Auftritt am liebsten gar nicht mehr in Richtung Kronach ziehen lassen.

Dass der Chor unter der Leitung von Christiane Stömer-Rauh das Jahr seines 25-jährigen Bestehens gerade in der Burgkunstadter Kirchengemeinde musikalisch eröffnete, war für alle Beteiligten in der Tat ein wahrer Glücksfall. Denn die Sänger sind aufgrund ihres breiten musikalischen Repertoires, das sich vom klassischen Gospel über Musicalbeiträge bis zu bekannten Melodien der Popmusik spannt, ganz sicher einzigartig. Doch damit nicht genug: Das Klangvolumen und die Freude am Singen, die der Kronacher Gospelchor in der Christuskirche ausstrahlte, hinterließ spürbar Eindruck beim Publikum.

Dabei schafften es die Sänger geschickt zum Auftakt des neuen Jahres, noch einmal die frohe Botschaft des Weihnachtsfestes im Gepäck zu haben. „Joy to the world“ erklang dann auch weniger im Gewand eines klassischen Gospelchores, sondern eines wahrlich himmlischen Kirchenchores. Dass der Chor zu solch einem Ausflug derart gekonnt und stimmgewaltig ansetzen kann, unterstrich gleich zum Auftakt die außergewöhnliche Qualität dieses Ensembles. Auch die folgenden „Glory Halleluja“ und „Little Drummer Boy“ ließen nicht nur den Weihnachtsbaum im Altarraum des Gotteshauses besonders hell erstrahlen.

Auf Abwechslung gesetzt

Danach konzentrierte sich der Chor auf sein eigentliches Kerngeschäft, setzte aber bei den dargebotenen Gospels auf Abwechslung. „Wade in the water“ und „I?ve got peace like a river“ wurden a cappella präsentiert, während man beim „Certainly Lord“ und „I?m so glad, Jesus lifted me“ gekonnt das Publikum zum Mitsingen animierte.

Damit die frohe Botschaft des Gospel nicht nur durch die Lieder vermittelt wurde, moderierten Birgit Kestel und Matthias Simon die jeweiligen Songs charmant und informativ zugleich an. Auch dadurch verging die Zeit wie im Flug. Großen Anteil daran hatte die weitere Liedauswahl, die unter anderem John Lennons „Imagine“ und Elton Johns „Can you feel the love tonight“ aus dem Musical „König der Löwen“ bereithielt. Es waren gerade diese eher getragenen, aber aufgrund des warmen Klangbilds so einfühlsamen Stücke, die dem Neujahrskonzert eine besondere Note verliehen, was durch den gekonnten Einsatz diverser Solistinnen und Solisten noch verstärkt wurde.

Einen besonders bleibenden Eindruck hinterließ die gewaltige Stimme von Christin Neder-Brown, die bei Michael Jacksons „Man in the mirror“ überzeugte, bei den beiden Zugaben „O happy day“ und „Jesus, what a wonderful child“ zusammen mit dem Chor aber endgültig alle Konzertbesucher von den Kirchenbänken riss.

„Wir möchten Ihnen diesen ersten Samstagabend des neuen Jahres musikalisch verschönern!“
Matthias Simon, Moderator

„Wir möchten Ihnen diesen ersten Samstagabend des neuen Jahres musikalisch verschönern!“ So hatte es Moderator und Chor-Manager Matthias Simon vor dem Konzert dem Publikum in der Christuskirche versprochen. Nach 90 Minuten war allen Beteiligten klar: Dieses Versprechen wurde mehr als eingehalten und wird einem Großteil der Besucher auf deren Weg ins neue Jahr ganz sicher noch lange in den Ohren und somit im Gedächtnis nachklingen. Das Fazit des Publikums war dementsprechend eindeutig: „Es wird hoffentlich nicht erneut zwölf Jahre dauern, bis Burgkunstadt und der Kronacher Gospelchor wieder zusammenfinden.“

Neujahrskonzert des Gospelchors Kronach: Klangvolumen und Freude am Singen
Dass der Gospelchor Kronach unter der Leitung von Christiane Stömer-Rauh (li.) nicht nur über einen tollen Chorklang, sondern auch über bemerkenswerte Solistinnen verfügt, unterstrich der stimmgewaltige Auftrott von Christin Neder-Brown.

Von Matthias Schneider

Weitere Artikel