ALTENKUNSTADT / WEISMAIN

Sommerferienprogramm: Ein Baumhaus und Uferschwalben

Voller Eifer bauten die Kinder und Jugendlichen ihr Baumhaus auf dem Erlacher Hof.

Auf unterschiedlichen Gebieten waren die Kinder und Jugendlichen im Rahmen des Sommerferienprogramms tätig. Während in Weismain ein Baumhaus gebaut wurde, galt das Interesse der Mädchen und Jungen in Altenkunstadt der Uferschwalbe.

Nachdem der Lebensraum von Uferschwalben vor allem die Nähe von Wasser, Flusstälern und Seen mit Steilufer ist, fanden sich die Kinder mit Gerhard Kunze in der ehemaligen Sandgrube, unweit des Wertstoffhofes, von Prügel zusammen. Denn nachdem auch im Obermaingebiet schon Uferschwalben, vor allem in der Nähe der Baggerseen, beobachten werden konnten, wollten alle natürlich einmal nachsehen, ob sie sich vielleicht in den Steilhängen der Sandgrube Nisthöhlen gegraben hatten.

Dies war zwar nicht der Fall, um den gefiederten Freunden etwas Unterstützung, insbesondere vielleicht für ihr künftiges Brutverhalten, zu geben, wurden Brutröhren errichtet. Allerdings erwies sich dies für alle, bei mehr als dreißig Grad in der Sonne, als eine schweißtreibende Angelegenheit, sodass häufig eine kleine Rast, verbunden mit erfrischenden Getränken, nötig wurde.

Sonnensegel aufgespannt

Gerhard Kunze spannte sogar ein Sonnensegel auf, das Schatten spendete. Unabhängig von dieser Aktion, war es vor allem für die Mädchen und Jugend interessant zu erfahren, dass das Winterquartier der Uferschwalbe in Zentralafrika liegt und der Vogel nur bei uns von April bis Oktober zu Gast ist. Neben alledem beinhaltete die Sandgrube auch noch weitere Überraschungen, als so manche Eidechse durch das Gras huschte.

Wesentlich mehr „handwerkliche Tätigkeiten“ waren hingegen auf dem Hof der Familie Henzler in Erlach gefordert. Hier stand die Errichtung eines Baumhauses auf dem Programm. Rechtzeitig zuvor hatte Eckart Henzler schon eine alte Linde ausgesucht. So konnte die Ferienaktion beginnen. Um überhaupt in entsprechende Höhe vordringen zu können, mussten zunächst Leitern gebaut werden. Danach wurden Bretter zugeschnitten und für den Boden des Baumhauses zusammen gefügt. Anschließend kamen die Seitenteile und das Dach hinzu, wobei es schon einige Anstrengungen erforderte, dieses Baumaterial einige Meter nach oben zu bringen.

Tüchtig Kraft geschöpft

Während einer Mittagsrast schöpften alle nochmals tüchtig Kraft und danach gingen die Jugendlichen an die Vollendung ihres Werkes, das von hoher Warte aus dann zusätzlich mit einem gelungenen Rundumblick entschädigte. Alle blickten am Ende voller Stolz auf „ihr“ Baumhaus, wobei sich auch Eckart Henzler als der „Baumeister“ sichtlich freute, denn selbst aus Berlin hatten sich Ferienschüler an dieser Gemeinschaftsaktion beteiligt.

Wie Nisthilfen für Uferschwalben angelegt werden, erfuhren die Kinder beim Sommer-Ferienprogramm von Gerhard Kunze.