KLEINZIEGENFELD

50 Pfennig „Strafgeld“ bei unentschuldigtem Fehlen

Die langjährigen und verdienten Mitglieder und Gründungsmitglieder Georg Tempel, Alfred Zöllner, Annemarie Zöllner, ...

Eine rührige Gemeinschaft sind „Die Alten Deutschen“, die mittlerweile seit 45 Jahren besteht. Aus diesem Anlass ernannte Vorsitzender Peter Pausch Vereinswirtin Annemarie Zöllner, Günther Will, Alfred Zöllner, Ferdinand Schütz und Georg Tempel, die seit Beginn dabei sind, zu Ehrenmitgliedern. Der Vorsitzende nutzte zudem die Veranstaltung, um sich bei seinen engsten und besonders langjährigen Vorstandsmitgliedern im Verein mit einem Präsent zu bedanken.

Der Vorsitzende zeigte sich erfreut darüber, dass er zur Festveranstaltung auf dem Kinderspielplatz von Kleinziegenfeld nicht nur eine ganze Reihe von Ehrengästen begrüßen konnte, sondern auch Besucher fast aus dem gesamten Jura. Er erinnerte an die Gründung der „Alten Deutschen“ in Kleinziegenfeld. Neben dem geringen Beitrag wurde bei der Gründung auch niedergeschrieben, dass bei unentschuldigtem Fehlen ein „Strafgeld“ von 50 Pfennigen fällig war. Damit jeder Geburtstag der Mitglieder gefeiert werden konnte, musste ein Obolus in die Kassen entrichtet werden.

Beitrag zum Dorfleben

Pausch verlas die Namen der 20 Gründungsmitglieder und konstatierte: „Ich bin stolz auf euch und gerne euer Vorsitzender.“ In seinem Rückblick nannte er auch das Aufstellen des Kirchweihbaums, die Ausrichtung der Kerwa im Pfarrheim und das obligatorische Fischessen im Oktober, die stets viel Anklang finden, und dankte allen fleißigen Helfern.

Bürgermeister Udo Dauer würdigte, dass die „Alten Deutschen“ Begriffe wie Kameradschaft und Zusammenhalt hoch halten. Die Mitglieder treffen sich und starten gemeinsame Unternehmungen. Der Bürgermeister überbrachte die Glückwünsche der Stadt und des Stadtrates, überreichte eine Ehrengabe und verband damit die Hoffnung, dass die „Alten Deutschen“ weiterhin zu einer Belebung der Dorfgemeinschaft von Kleinziegenfeld beitragen.

Einmaliges Heimatbewusstsein

Bundestagesabgeordnete Emmi Zeulner, zugleich Schirmherrin, nannte es erfreulich, dass sich so viele in Kleinziegenfeld eingefunden haben, um mit den „Alten Deutschen“ zu feiern. Mit dem 50-jährigen Bestehen stehe das große Jubiläum erst in fünf Jahren an. Es sei aber gut, wenn die Gemeinschaft hin unter wieder zusammen kommt, verdiente Mitglieder ehrt und etwas feiert.

Das Heimatbewusstsein auf dem Jura bezeichnete Emmi Zeulner als einmalig. Dieses und die Verbundenheit zur Natur sollte weiterhin bewahrt werden.

Die Abgeordnete lobte den festlichen Rahmen und das Zusammengehörigkeitsgefühl auf dem Jura und gab abschließend unter dem Beifall aller bekannt, dass sie den „Alten Deutschen“ zehn Plätze für eine Fahrt nach Berlin zur Verfügung stellt. Gratulationen zum Jubiläum überbrachte auch Julia Spörlein von den Mitgliedern der „Fröhlichen Runde“ in Weiden, die den „Alten Deutschen“ weiterhin viel Freude bei ihrer Heimat- und Kulturpflege wünschte. Die folgenden Stunden vergingen mit dem Alleinunterhalter „Little Lui“ wie im Flug.