MAINECK

Für anonyme Urnengräber im Friedhof

Eine Fläche für anonyme Urnenbestattungen in einem Teil des Friedhofes in Maineck wünschen sich einige Bürger.

Zahlreiche Anliegen brachten die Einwohner von Maineck bei einem Bürgergespräch im Radlerheim zur Sprache. Ein besonderes Anliegen war der Friedhof.

Gewürdigt wurden in der Aussprache der gepflegte Friedhof und die renovierte Leichenhalle, bei der auch die Mitglieder der Jagdgenossenschaft und des Gesangvereins geholfen hatten. Ebenso die Anlage einer Streuobstwiese und die Spenden für die Liednummernanzeige in der Kuratie-Kirche.

Die Anlage eines „Grünen Friedhofs“, wo in einem Teilbereich die Möglichkeit für anonyme Urnenbestattungen geschaffen werden könnte, sprach Michael Auer an. Eine Urnenwand, wie auf dem Friedhof in Altenkunstadt werde in Maineck nicht gewünscht, so die mehrheitliche Auffassung in der Versammlung.

Der künftige Festplatz im Schul- und Sportzentrum in Altenkunstadt solle etwas befestigt werden, erklärte Bürgermeister Robert Hümmer auf Frage von Michael Auer. Verkehrsprobleme im Siedlungsgebiet am Schneidsberg und Schlossberg sprach Robert Fiedler an. Außerdem sollten in der Siedlung die Strom-Dachständer abgebaut werden. Wenn die Konzessionsverträge mit den Stromversorgern geregelt seien, könnten die Leitungen in die Erde verlegt werden, erklärte der Bürgermeister. Auch beim angedachten Verkauf des ehemaligen Schulhauses sei noch keine Entscheidung gefallen, erklärte Hümmer auf Nachfrage von Heribert Humbert.

Appell, die Wege sauber zu halten

Die Rad-, Wirtschafts- und Wanderwege sollten sauber gehalten werden, da sie im Bereich Maineck, Prügel und Baiersdorf rege genutzt würden, forderten mehrere Bürger. Die schadhafte Kirchhofmauer solle in absehbarer Zeit renoviert werden, teilte Hümmer mit. Dabei sollte auch über die Parkplatz- und Verkehrssituation nachgedacht werden, wurde angeregt.

Von der alten Mälzerei falle häufig loses Mauerwerk herunter, warnte Richard Göhl. Daher sollte die Ruine regelmäßig kontrolliert werden, um Schäden zu verhindern. Weitere Themen waren der Wunsch nach Bauplätzen, die Schulbushaltestelle und der vom Forst in Richtung Main führende Graben, der teilweise zugewachsen sei. Bemängelt wurde die Beschilderung des land- und forstwirtschaftlichen Weges nach Motschenbach.

Bürgermeister Robert Hümmer hatte eingangs einen Überblick über die Haushaltssituation, die Einwohner- und Gewerbestatistik sowie das Schulwesen und die Kleinkinderbetreuung gegeben. Zur Grundschulsanierung, deren Kosten auf 8,7 Millionen Euro geschätzt wurden, werde der Förderbescheid der Regierung erwartet. Wichtig sei auch die Ausweisung neuer Gewerbeflächen, um Indus-trieansiedelungen zu ermöglichen. In einem ersten Schritt solle demnächst ein Gebiet mit rund 3,5 Hektar zwischen Röhrig und Woffendorf entlang der Staatsstraße 2191 erschlossen werden.

Kommunale Zusammenarbeit vertieft

Die Verschuldung der Gemeinde bezifferte Bürgermeister Hümmer mit rund 1,445 Millionen Euro. Ein Anstieg sei allerdings bei der Verwirklichung wichtiger Vorhaben wie der Grundschulrenovierung zu erwarten. Erfreulich entwickele sich die kommunalen Zusammenarbeit, in deren Rahmen eine Musikserenade am 27. Mai am Main von den drei Musikvereinen aus Altenkunstadt, Burgkunstadt und Weismain gestaltet werde. Ein weiterer Höhepunkt wird das nächste Main-Jura-Bierfest am 23. September in Burgkunstadt.

Renovierungsbedürftig ist die Kirchhofmauer, die die Kuratie-Kirche in Maineck umgibt.