aktualisiert:

ALTENKUNSTADT

Altenkunstadter Flutmulde nun in Schlangenlinienform

Altenkunstadter Flutmulde nun in Schlangenlinienform
Erster Bürgermeister Robert Hümmer und Bautechniker Armin Freitag überzeugten sich davon, dass die Gewässeraufweitung an der Weismain wie geplant umgesetzt wurde. Foto: Dieter Radziej

Bei Starkregen oder der Schneeschmelze bleibt die Maintallandschaft oft nicht vom Hochwasser verschont. Dies war mit ein Grund dafür, weshalb in der Gemeinde Altenkunstadt schon frühzeitig die „Hochwasserfreilegung“ aufgegriffen wurde.

Die Ausweisung eines ersten Gewerbegebietes entlang der Weismainer Straße gab dazu die Veranlassung. Und als die Entscheidung für den Bau des Schul- und Sportzentrums gefallen war, fand dieser Sachverhalt ebenfalls schon Berücksichtigung.

Die dabei angelegte Flutmulde leitete seitdem das Wasser, das die Weismain, die Krassach und der Pfaffendorfer Bach nach Altenkunstadt transportierten, fortan sicher ab. Damit gehörte auch das Hochwasser, das früher sogar den Judenhof beeinträchtigte, der Vergangenheit an.

Ein weiterer Schritt in dieser Richtung wurde in diesen Tagen abgeschlossen. Denn auf dem Teilstück zwischen der Kienmühlenbrücke und dem Zugang zum Schul- und Sportzentrum ist die Gewässeraufweitung im Flutmuldenbereich der Weismain nun offiziell fertiggestellt. Eine Maßnahme, die im Rahmen des Wasserrechts erforderlich geworden war, wie es Erster Bürgermeister Robert Hümmer bei einem Ortstermin erläuterte. Dadurch ist es möglich, dass sich das Wasser der Flutmulde zusätzlich ausdehnen kann und durch seine jetzt schlangenlinienartige Wasserführung an Intension und damit Fließgeschwindigkeit verliert. Diese Maßnahme, für die die Planungsgruppe Strunz aus Bamberg verantwortlich zeichnete, erforderte beträchtliche Erdbewegungen; so beim Oberboden rund 1250 Kubikmeter. Der Aushub war mit 2800 Kubikmetern zu bewältigen, während 140 Meter Trinkwasserleitungen, die sich in diesem Bereich befanden, umgelegt werden mussten. Weiterhin wurde etwa 130 Tonnen Wasserbaupflaster verbaut.

Der Erdbau erforderte Kosten von rund 138 000 Euro. Die zwischenzeitlich ebenfalls schon erfolgten Pflanzarbeiten verschlangen zirka 15 000 Euro. Immerhin bot sich die Möglichkeit, den Bodenaushub teilweise für den künftigen Festplatz der Gemeinde zu nutzen.

Von Dieter Radziej

Weitere Artikel