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ALTENKUNSTADT

Altenkunstadt bekommt einen Elterntreff

Altenkunstadt bekommt einen Elterntreff
In das Obergeschoss des Hauses Gerbergasse 2 wird der Elterntreff „Neue Mitte“ des BRK einziehen. Links im Bild zu sehen ist der neu errichtete Anbau der Raiffeisenbank Obermain Nord. Foto: Stephan Stöckel

In einem Elterntreff können sich Väter und Mütter in Erziehungsfragen austauschen. Aber auch Hilfe holen bei der Bewältigung von Alltagsproblemen. Bundesweit gibt es bereits in vielen Kommunen eine solche Einrichtung. Nun kommt eine weitere hinzu. Der Gemeinderat von Altenkunstadt votierte am Dienstagabend bei seiner Sitzung in der Grundschulturnhalle einstimmig dafür, im Obergeschoss des Hauses Gerbergasse 2 einen Treffpunkt für Eltern einzurichten. Träger des Elterntreffs „Neue Mitte“ ist der BRK-Kreisverband Lichtenfels.

„Das ist eine Belebung für den Ortskern“, freute sich Bürgermeister Robert Hümmer (CSU). Karlheinz Hofmann (SPD) und Hans-Werner Schuster (CSU) sprachen von einem tollen und sinnigen Lückenschluss zwischen der Jugend- und der Seniorenarbeit. Das Rote Kreuz ist in Altenkunstadt bereits seit Jahren aktiv: Es betreibt einen Interimskindergarten im katholischen Pfarr- und Jugendheim in der Klosterstraße, den Jugendtreff „Pins“ und Jugendsozialarbeit an der Mittelschule Altenkunstadt. In der Theodor-Heuß-Straße entsteht derzeit das „Haus des Kindes plus“, das Kinderkrippe, Kita und Hort in einem Gebäude vereint.

Frank Gerstner, der beim BRK den Bereich der sozialen Dienste leitet, stellte das Vorhaben gemeinsam mit Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak vor. Der Elterntreff könne zum Beispiel, so Gerstner, in Schicht arbeitenden Eltern Leihomas für die Kinderbetreuung vermitteln, aber auch erste Anlaufstelle sein für Alleinerziehende und ausländische Mitbürger. In einem offenen Treff mit Café–Charakter sollen sich die Eltern zum Plausch treffen können. Aber auch an ihre Kinder wurde mit einem Spielraum gedacht. Zwei Räume werden an eine Tagesmutter vermietet.

„Das ist eine Belebung für den Ortskern.“
Robert Hümmer, Bürgermeister

Vernetzt werden soll der Elterntreff mit dem Michelauer Mehrgenerationenhaus. Deren Leitung soll sich eine Stunde in der Woche um den Elterntreff kümmern, in dem auch eine Fachkraft vier Stunden, zwei Hilfskräfte jeweils zwei Stunden und eine Raumpflegerin eine Stunde in der Woche arbeiten werden.

Die Kosten für Unterhalt, Personal und Inventar zahlt die Gemeinde

Die personellen Gesamtkosten bezifferte Gerstner auf jährlich 22 500 Euro. Die Unterhalts- und Bewirtschaftungskosten werden von der Gemeinde als Sachaufwandsträger direkt übernommen. Auch die nicht vom Sachaufwand gedeckten Kosten, wie Ausgaben für Personal oder Inventar, übernimmt die Gemeinde. Gerstner riet der Kommune, für die nicht laufenden Kosten Fördermittel einzuholen.

Neubau für Eltern- und Jugendtreff sowie Volkshochschule

Das Erdgeschoss des Gebäudes wird noch von einer älteren Mitbürgerin bewohnt. Das Obergeschoss ist baulich vom Erdgeschoss getrennt und derzeit nicht betretbar. „Es muss deshalb ein eigener Zugang geschaffen werden“, erklärte der Experte. Rebecca Mätzke-Zapf von der Jungen Wähler Union (JWU) und Stephanie Dittrich (Bündnisgrüne) sprachen sich für einen barrierefreien Zugang aus.

Bei Einbau eines Aufzuges stimme das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht mehr, erwiderte Gerstner. Allerhöchstens komme ein Treppenlift in Frage, was geprüft werden soll. Denn mittel- und langfristig soll das als nicht mehr erhaltenswert eingestufte Gebäude abgerissen werden, sobald die Wohnungsnutzung aufgegeben wird.

An gleicher Stelle wird dann ein Neubau entstehen. Dittrich und Hümmer können sich vorstellen, dort neben dem Eltern- auch den Jugendtreff mit unterzubringen. Für Hümmer wäre sogar noch Platz für eine Volkshochschule.

Künftig mit dem Bus von der Schule zum Hort

Das bereits erwähnte Haus des Kindes ist von Montag bis Donnerstag geöffnet. Hans-Werner Schuster (CSU) hatte in der Gemeinderatssitzung im April angeregt, die Kinder aus Sicherheitsgründen mit einem Bus von der Schule zur Einrichtung des BRK zu bringen. Seiner Anregung folgen nun Taten: Ein Bus der Firma Kaiser aus dem Burgkunstadter Ortsteil Gärtenroth bringt die Kinder auf einer ÖPNV-Linie nach der Schule zum Hort. „Eine Fahrt kostet einen Euro, vier Fahrten 3,40 Euro“, teilte der Bürgermeister mit.

Aus dem Gemeinderat

Wo kann man sich im Kunstadter Raum schnell und unproblematisch auf das Corona-Virus testen lassen? Einen Überblick gab Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung:

• Das Schnelltestzentrum der DLRG am Anger 2 in Burgkunstadt hat jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr und am Sonntag von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 0157-50649584 oder per E-Mail an teststelle@burgkunstadt.dlrg.de.

• In der Obermain-Apotheke in der Bahnhofstraße 24 in Burgkunstadt werden am Dienstag und am Donnerstag zwischen 10 und 12 Uhr nach telefonischer Anmeldung unter Tel. (09572) 609937-0 Schnelltests vorgenommen.

• Keine Anmeldung nötig ist bei der Caritas-Sozialstation in Burgkunstadt. Die Caritas testet jeden Dienstag von 17 bis 19 Uhr im katholischen Pfarrheim in Altenkunstadt in der Klosterstraße 12, am Donnerstag und am Freitag ebenfalls zwischen 17 und 19 Uhr direkt in der Sozialstation in Burgkunstadt, Markplatz 20.

Einstimmig fällte der Gemeinderat folgende Beschlüsse:

• Die Erschließungsstraße im Baugebiet „Baiersdorf I“ wird auf den Namen der sich anschließenden Flurbezeichnung „Knockäcker“ getauft.

• Am 12. April hat Bürgermeister Robert Hümmer Siegfried Betz (Pfaffendorf), Horst Eberlein (Altenkunstadt) und Baptist Fischer (Burkheim) zu Feldgeschworenen vereidigt. Der Gemeinderat bestätigte nun einstimmig ihre Bestellung für das Ehrenamt.

Ferner gab Hümmer bekannt, dass die wegen der Geflügelpest im Landkreis Lichtenfels eingeführte Stallpflicht wieder aufgehoben wurde. (stö)

Von Stephan Stöckel

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