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SBURGKUNSTADT

18 neue Atemschutzgeräteträger für den Landkreis Lichtenfels

18 neue Atemschutzgeräteträger für den Landkreis Lichtenfels
Die Absolventen des Atemschutzlehrgangs mit ihren Ausbildern. Foto: Klaus Meusel

Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Klaus Meusel wurden 18 Feuerwehrdienstleistende aus verschiedenen Wehren des Landkreises in einem 24-stündigen Kurs zu Atemschutzgeräteträgern ausgebildet.

Wegen der Pandemie mussten in den vergangenen 18 Monaten auch die meisten Lehrgänge der Freiwilligen Feuerwehren verschoben werden. Dies ist insofern kritisch, als auch während einer Pandemie Menschen das 65. Lebensjahr vollenden und somit aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausscheiden, die „Neulinge“ aber ohne entsprechende Qualifikation nicht eingesetzt werden können. Dies war einer der Gründe, warum die Teilnehmerzahl des Lehrganges deutlich über der der vorangegangenen lag.

Abendspaziergang unter Pressluftatmern durch Burgkunstadt

Die Ausbildung begann am Freitag mit den obligatorischen Schnelltests, da es nach wie vor gilt, die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren nicht zu gefährden. Im Anschluss wurde in einigen Theorieeinheiten der rechtliche Rahmen für den Atemschutzeinsatz abgesteckt sowie in Grundzügen die Atmung des Menschen und die Wirkung von Atemgiften auf den Körper erlernt. Die Handhabung von Pressluftatmern (häufig noch veraltet als schwerer Atemschutz bezeichnet) wurde anschließend in Kleingruppen unter Anleitung der Ausbilder der Atemschutzübungsanlage Burgkunstadt in praktischen Einheiten erlernt. Den Abschluss bildete der traditionelle Abendspaziergang unter Pressluftatmern durch Burgkunstadt.

18 neue Atemschutzgeräteträger für den Landkreis Lichtenfels
Ruhepause nach der Belastungsübung im Atrium der evangelischen Christuskirche Burgkunstadt. Foto: Klaus Meusel

Der Samstag stand im Zeichen praktischer Unterweisungen. So wurden die Teilnehmenden in einer Belastungsübung physisch und auch psychisch gefordert. Die Aufgabe lautete, eine verletzte Person auf einer Trage zu retten, dies teilweise ohne etwas zu sehen, da die Sichtscheiben abgeklebt wurden. Es folgten Lektionen zu Einsatzgrundsätze, wie das Absuchen einer verrauchten Wohnung, Löschtechniken, aber auch der Umgang mit plötzlich auftretenden Gefahrensituationen. Als besonders eindrucksvoll beschrieb ein Teilnehmer die Simulation einer Rauchgasdurchzündung in einem Modell eines Zimmers. Neben der enormen Hitze wurde mit diesem Modell auch gezeigt, was mit Personen passiert, die sich noch im Gebäude aufhalten, wenn der vorgehende Atemschutztrupp erste Löschmaßnahmen einleitet.

Am letzten Ausbildungstag wurden nochmals in Kleingruppen die Selbstrettung, der Umgang mit tragbaren Leitern unter Atemschutz, sowie die Belüftung eines verrauchten Raumes erprobt.

Urkunden für die erfolgreichen Absolventen

In einem Prüfungsdurchgang durch die Übungsanlage zeigten die Teilnehmenden, dass sie das Erlernte beherrschen. Im Anschluss überreichte Klaus Meusel den sichtlich erschöpften aber zufriedenen Atemschutzgeräteträgern ihre Urkunden.

Die Teilnehmenden waren Maximilian Hessner, Michael Köstner, Lukas Krappmann und Andreas Popp (alle Feuerwehr Arnstein); Jürgen Bienlein und Alexander Hofmann (beide Geutenreuth); Hans Wurscht und Sven Schlau (Görau); Marian Tribale (Isling); Steffen Schütz (Köttel); Tobias Degen und Louis Schlottke (Marktzeuln); Florian Hopfenmüller, Larissa Hügerich, Marcel Pfister und Christian Vojer (Neudorf); Sebastian Eideloth und Tobias Pfaff (Obristfeld); Felix Büttner und Markus Herold (Stadel).

Von Ingrid Kohles

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