LICHTENFELS

Nutzt der FCL seine Chance?

DSPO fu czp LL 6 FCL - Schwabach 876
Großer Freude beim FC Lichtenfels nach dem Traumtor von Maximilian Pfadenhauer (Mitte) gegen den SC Schwabach.

Fußball

(berg) Angesichts der personellen Probleme – der favorisierte Fußball-Landesligist FC Lichtenfels konnte im Pokal gegen Rehau nur mit 14 Spielern antreten – schwante dem Trainerteam Alexander Grau und Christian Goller wohl schon vor den zähen 90 Minuten gegen den Kreisligisten Böses. Lichtenfels war nicht in der Lage, an die beiden guten Partien gegen Mitterteich und Schwabach anzuknüpfen und zitterte sich durch den Doppelpack von Daniel Oppel (61., 78.) zum 2:1-Auswärtssieg. In der Liga wartet nun eine ebenfalls schwierige Aufgabe.

Landesliga Nordost

SpVgg Erlangen – FC Lichtenfels

„Wir haben das Spiel überlegen geführt, aber insgesamt hatten wir zu wenig Tempo und zu viele leichtsinnige Fehler in unseren Aktionen“, sagt Grau zum Pokalspiel und will es möglichst schnell abhaken. Er zeigte sich enttäuscht: „Wir haben den Ersatzspielern, die sonst nicht so zum Zug kommen, eine Chance gegeben, aber davon haben wir uns deutlich mehr versprochen.“

Womöglich war der Lichtenfelser Auftritt in Rehau aber genau die richtige Generalprobe für das am Sonntag um 15 Uhr anstehende, richtungsweisende Auswärtsspiel bei der SpVgg Erlangen (13.). Gegen den Aufsteiger aus Mittelfranken sind die Korbstädter ebenfalls favorisiert und müssen erneut mit einem kleinen Kader auskommen. Grau sieht die Rolle seines Teams etwas anders: „Ich sehe uns in Erlangen nicht unbedingt als Favoriten.“ Er verweist auf den guten Saisonstart des Gastgebers: „Die SpVgg legt in jedem Spiel genau die kämpferische und läuferische Einstellung an den Tag, die wir zum Beispiel in Rehau vermissen ließen.“

Tatsächlich kann man die SpVgg mit den Lichtenfelsern vergleichen: „Diese homogene Truppe kommt ähnlich über das Kollektiv wie wir auch“, sagt Grau und ergänzt: „Erlangen ist sehr unangenehm zu spielen.“ Das musste schon der Baiersdorfer SV (15.) feststellen, ebenso wie der Bayernliga-Absteiger VfL Frohnlach (18.), die der Bezirksligameister jeweils vor eigener Kulisse mit 2:0 besiegte. Selbst der aktuelle Tabellenführer ATSV Erlangen tat sich zuletzt im Stadtderby schwer und machte den zu deutlichen 3:0-Sieg erst am Ende klar.

„Wir haben die Chance, uns ein wichtiges Polster auf die hinteren Plätze anzufuttern“, sagt Grau und fordert: „Wir müssen wieder so auftreten wie in den letzten beiden Ligaspielen, dann werden wir auch in Erlangen erfolgreich sein.“ Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg könnte die Bewachung des Erlanger Topstürmers Marco Müller sein, der nach seinen 24 Saisontoren in der Bezirksliga schon zwei der bisher fünf SpVgg-Treffer erzielte.

FC Lichtenfels: Schulz, Köster – Graf, Schardt, Hellmuth, Pfadenhauer, Lulei, Mohr, Oppel, Mahr, Wige, Kremer, S. Dietz, L. Dietz, Gutgesell, Aumüller