BERLIN

Hannes Weisser ragt heraus

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Turnfestsieger Hannes Weisser beim Weitsprung. Foto: Klaus Gagel

Turnen

„Wie bunt ist das denn“, lautete das Motto des internationalen deutschen Turnfests in Berlin. „Das Motto verkörpert Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz“, sagte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Mit einem stattlichen Aufgebot an Aktiven und Betreuern folgte der Turnverein Michelau dem Ruf in die Bundeshauptstadt – und die Erfolge können sich sehen lassen.

Mit 41 Personen war es das größte Aufgebot das der Turnverein Michelau jemals zu einem deutschen Turnfest entsandt hat. Auf Grund der verschiedenen Platzierungen dürfte es wohl auch das erfolgreichste für den TVM gewesen sein.

Hoch interessant war natürlich das gesamte Breitenprogramm mit großartigen Shows, Sportgala, Stadiongala und dem Besuch der deutschen Turn-Meisterschaften. Natürlich gehörte auch Sightseeing und Shopping für die Michelauer zum Programm in der Weltstadt Berlin. Mit 80 000 Teilnehmern bildet das Turnfest ohnehin die größte Spitzen- und Breitensportveranstaltunge deutschlandweit. Besonders stolz war der Vorsitzende des Michelauer Turnvereins, Clemens Weisser, auf das Abschneiden seiner Mannschaft.

Grundstein für Sieg im Turnen gelegt

Hannes Weisser ragte mit seinem ersten Platz im Mischwettkampf Gerätturnen/Lichtathletik heraus. Mit seiner sehenswerten Leistung an Barren und Sprung legte Hannes Weisser die Basis für seinen Erfolg beim Gerätturnen. Mit 11,39 Sek. über die 100-Meter-Distanz und 6,28 m im Weitsprung überflügelte er die Konkurrenz und holte sich souverän den Titel als Deutscher Turnfestsieger.

Patrick Schneider startete im deutschen Achtkampf, einem Kombiwettbewerb aus den vier Geräten Boden, Sprung, Barren und Reck und den Leichtathletikdisziplinen 100 m (11,90 Sek.), Weitsprung (6,27 m), Kugelstoßen und Schleuderball. Nach den erzielten Punkten hätte er eigentlich Platz 2 belegt, auf Grund des Berechnungsmodus (Rankingwertung) belegte er am Ende den dritten Rang bei der deutschen Meisterschaft.

Im Gerätefachwettkampf starteten Max Mantel und Clemens Weisser. Unter den 379 Teilnehmern belegte Mantel (B-Jugend) in der Summe der vier Geräte einen hervorragenden fünften Platz. Unter 59 Teilnehmern musste sich Clemens Weisser behaupten. Der zweite Platz wäre auch für ihn erreichbar gewesen, wenn er beim Schwimmen nicht auf den letzten Metern eingebrochen wäre. So landete er am Ende auf Rang 5.

Bei den Frauen stach Carola Hirle hervor. Sie belegte in der Altersgruppe W40-44 einen hervorragenden siebten Platz. Nicht zu unterschätzen sind auch die Ergebnisse der übrigen Teilnehmerinnen. Hier täuschen die Platzierungen etwas angesichts der gewaltigen Teilnehmerfelder.

Ergebnisse

Mischwettkampf Gerätturnen/Leichtathletik: 1. Hannes Weisser (M20-29) / Deutscher Achtkampf: 3. Patrick Schneider (M20+) / Fachwettkampf Gerätturnen männlich: 5. Clemens Weisser(M55-59), 97. Matthias Nemmert (M50-54); 48. Martian Rostalski (M18-19); 5. Max Mantel (M16-17); 65. Jonas Hirle (M16-17); 82. Florian Henkel (M14-15); 234. Valentin Schultheiß (M14-15); 64. Johannes Nemmert (M12-13) / weiblich: 7. Carola Hirle (W40-44); 68. Julia Bergmann (W 20-29); 239. Tina Kotschenreuther (W20-29); 304. Rebecca Lauer (W18-19); 360. Emma Lauer (W16-17); 371. Milena Geißler (W16-17); 791. Jule Lorenz (W16-17); 652. Jule Weisser (W14-15); 894. Jasmin Dorsch (W12-13); 917. Nina Partheymüller (W12-13)