WEIDHAUSEN

Keine wesentlichen Nachteile für Anwohner

Bürgermeister Markus Mönch (li.) vereidigt Norbert Wittmann als neues Mitglied des Gemeinderats Weidhausen.

Anwohner der Mühlgasse in Weidhausen sehen die Erschließung des angrenzenden Baugebiets Mühlleite kritisch. Sie befürchten eine Zunahme des Verkehrs und die daraus resultierende Lärmbelastung sowie Fahrbahnschäden.

Der Gemeinderat griff die Einwände bei seiner Sitzung am Montagabend auf. „Eine höhere Verkehrsbelastung ist nicht von der Hand zu weisen“, räumte Bürgermeister Markus Mönch ein. Auch Straßenschäden an der Mühlgasse, verursacht durch Baumaschinen und Laster während der Erschließungsphase des neuen Baugebiets, seien nicht auszuschließen. Dass am Ende die Anwohner der Mühlgasse für die Behebung von Schäden zur Kasse gebeten werden könnten, glaubt der Bürgermeister allerdings nicht. Er verwies auf die laufende Diskussion zur Straßenausbaubeitragssatzung in Bayern, die auf eine Abschaffung der Beitragspflicht hinauslaufe.

Keine andere Anbindung möglich

Die Bedenken, die Verkehrsbelastung könnte sogar zu einem Hangrutsch in der Mühlgasse führen, teilt die Gemeindeverwaltung nicht. Die Planer gehen davon aus, dass die Gefahr eines Abrutschens der Böschung wegen des dichten Bewuchses mit Bäumen und Sträuchern, die im Hang ihre Wurzeln schlagen, kaum anzunehmen sei. Was die Straße selbst betrifft, betonte Bürgermeister Mönch: „Wir werden den Zustand der Mühlgasse vor Beginn der Erschließung der Mühlleite dokumentieren.“ So sollen mögliche Schäden durch Baufahrzeuge festgestellt und die Verursacher dingfest gemacht werden. Um eine höhere Verkehrsbelastung zu vermeiden, wünschen sich die Anwohner der Mühlgasse eine andere Anbindung des Neubaugebiets. Den dafür notwendigen Bau einer neuen Straße könne die Gemeinde aber aus heutiger Sicht nicht stemmen, so Bürgermeister Mönch. Abgesehen davon, dass der dafür nötige Baugrund nicht zum Verkauf stehe, stünden einschließlich des Baus einer Brücke über den Bieberbach Baukosten in Höhe von geschätzten 770 000 Euro an.

Unter dem Strich war man sich im Gemeinderat einig, dass die geplante Erschließung der Mühlleite in ihrer jetzigen Form keine wesentlichen Nachteile für die Anwohner der Mühlgasse bringen werde. Walter Lorper (Freie Bürger) und Michael Hofmann (CSU) verwiesen auf den hohen baulichen und finanziellen Aufwand, den eine von den Bürgern angeregte geänderte Verkehrsanbindung bedeuten würde. Aus Sicht von André Carl (SPD-Dorfgemeinschaft) werde sich auch die Verkehrsbelastung in Grenzen halten. Die Zunahme des Verkehrs durch neue Anwohner der Mühlleite werde außerdem nicht auf einmal erfolgen, da es sich bei der Bebauung um einen Prozess über Jahre handle.

Angebot für Ältere erweitern

Auf zwei Feldern der Seniorenarbeit sieht Walter Lorper Handlungsbedarf. Zum einen stehe in Weidhausen aktuell nur eine Kraft als häusliche Hilfe für betagte Menschen zur Verfügung. Aus Lorpers Sicht als Seniorenbeauftragter des Gemeinderats würden jedoch vier Kräfte benötigt. Zum anderen machten die Vereine der Gemeinde nach wie vor kaum Angebote für Ältere. Da gebe es Nachholbedarf.