HOCHSTADT

Grundsatzdiskussion zu Regenschäden

Der Spielbereich der Krippenkinder (im Vordergrund) bekommt eine neue Einzäunung.

„Ein Starkregenereignis, in einer Heftigkeit, wie ich es in Hochstadt in den vergangenen 30 Jahren noch nie erlebt habe.“ So beschrieb Bürgermeister Thomas Kneipp im Gemeinderat die Ereignisse vom 2. und 3. Juni, die mit der Überflutung von Straßen, Feldwegen und Kellern einhergegangen ist.

Am meisten betroffen waren neben Hochstadt auch Wolfsloch und Anger. Die Ortsfeuerwehren hatten an beiden Tagen alle Hände voll zu tun, wofür der Bürgermeister nochmals allen Einsatzkräften ausdrücklich seinen Dank aussprach. Aus Feldern, auf denen vor allem Mais angebaut wird, ergossen sich Schlammlawinen in Gärten und Keller. Da in diesem Zusammenhang einige betroffene Bürger an die Gemeinde heran getreten sind, führten die Räte eine Grundsatzdiskussion.

Schutzmaßnahmen mitgekauft

Die Gefahr einer Überflutung sei stark von der örtlichen Bebauungssituation abhängig. Grundstücke am Hang oder in Senken seien besonders gefährdet, so Kneipp. Wenn die Kommune Baugrundstücke zur Verfügung stellt, würden bereits bei der Planung eines Baugebietes geeignete Schutzmaßnahmen entwickelt und die Kosten dafür auf die Käufer umgelegt.

„Diese Kosten können wir nicht umlegen. Das wäre ungerecht anderen Bürgern gegenüber.“
Thomas Kneipp, Bürgermeister

Eine andere Situation liege vor, wenn Grundstücke von privat erworben werden. In diesem Fall seien die Eigentümer selbst in der Verantwortung, geeignete Schutzmaßnahmen zu entwickeln. „Ich verstehe den Ärger der Betroffenen, aber da sind uns leider die Hände gebunden.“ Es müssten Teile von Grundstücken durch die Gemeinde erworben werden, um entsprechende Maßnahmen bei den betroffenen Anliegern umzusetzen. Und dafür müssten Fachleute ran. „Aber diese Kosten können wir nicht umlegen“, so Kneipp weiter. „Das wäre ungerecht anderen Bürgern gegenüber, die diese Maßnahmen bereits mit ihrem Grundstückskauf bezahlt haben. Wir werden im Juli noch einmal über möglichen Grunderwerb reden. Doch so wie das jetzt aussieht, wird dies die Gemeinde wohl nicht übernehmen“, sagte das Gemeindeoberhaupt nach einer kurzen Diskussion der Räte.

Hin zum „digitalen Klassenzimmer“

Die Schulleitung wünscht sich ein modernes Schulgebäude. Dazu gehöre auch die Einrichtung eines LAN-Netzwerkes. Die Vernetzung von sieben Räumen sei der erste Schritt in Richtung „digitales Klassenzimmer“, welches nach und nach verwirklicht werden soll. Des Weiteren soll ein zusätzlicher EDV-Arbeitsplatz im Lehrerzimmer geschaffen werden. Die Kosten für diese Maßnahmen in Höhe von insgesamt 4250 Euro segnete der Gemeinderat ab.

Weiter beschlossen die Räte die Anschaffung eines Stabgitterzaunes zur Einzäunung des Spielbereiches der Krippenkinder auf dem Kindergarten-Spielplatz. Hier war zwar bereits ein kleiner Zaun vorhanden, der jedoch nicht mehr zulässig ist.

Kindergarten-Bedarfsplanung

Im Kindergarten sind laut einer Zusammenstellung der Kindergartenleitung momentan insgesamt 69 Kinder angemeldet. In den kommenden Jahren wird sich die Zahl voraussichtlich auf 81 Kinder erhöhen. Das Gremium erkannte daher folgende Bedarfsplanung an: 70 Plätze für den Kindergarten (drei bis sechs Jahre), 25 Plätze für die Kinderkrippe (unter drei Jahren) und 15 Plätze für den Kinderhort (über sechs Jahre).

Aus zeitlichen und privaten Gründen sind der Kommandant der Burgstaller Feuerwehr, Roman Dänner, sowie seine Stellvertreterin Michaela Fischer zurückgetreten. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt Lichtenfels wird nun innerhalb von drei Monaten eine Feuerwehrversammlung abgehalten, um über die weitere Zukunft der Burgstaller Wehr zu entscheiden.