MARKTZEULN

Grundschulsanierung wird teuer

Die Schule in Marktzeuln muss teilsaniert und der Brandschutz verbessert werden. FOTO: Andreas Welz

Nach Rathaussanierung und neuer Wasserleitung wird die Marktgemeinde ein weiteres Mal finanziell gebeutelt. Die Teilsanierung der Grundschule und der Brandschutz stehen an. 813 000 Euro hat Architekt Andreas Klarner aus Lettenreuth errechnet, der gemeinsam mit Dieter Pausch vom Ingenieurbüro Berndorfer aus Kronach die Umsetzung eines Brandschutzplanes ausgeführt hatten.

Bürgermeister Gregor Friedlein Zech machte bei der Gemeinderatssitzung am Montag deutlich: „Wir müssen alles tun, damit die Kinder und Lehrer an Leib und Leben geschützt werden“. Man dürfe sich im Fall eines Katastrophe nicht vorwerfen lassen, nicht genug für den Schutz der Schulbesucher getan zu haben.

„„Wir müssen alles tun,

damit die Kinder und Lehrer an Leib und Leben

geschützt werden.“

Gregor Friedlein-Zech, Erster Bürgermeister

Als Nächstes werde man die Fördermöglichkeiten bei der Regierung ausloten. Dabei gehe es um Schülerzahlen und die Gegenüberstellung der Kosten einen Neubaus und die der Sanierung. Friedlein-Zech informierte, dass die Existenz der Schule in keiner Weise gefährdet sei. Allerdings könnte es möglich sein, dass die Klassenräume des Obergeschosses durch sinkende Schülerzahlen nicht mehr genutzt werden. Dann könnten die Kosten des Brandschutzes erheblich gesenkt werden.

Abgeschlossenes Treppenhaus

Architekt Klarner ging ins Detail. Er stützte sich auf ein Brandgutachten, das vor zwei Jahren erstellt wurde. Erforderlich sei ein abgeschlossenes Treppenhaus. Alle brennbaren Baustoffe müssten durch schwer entflammbare Materialien ersetzt werden. Brandschutztüren erfüllten nicht mehr ihren Zweck.

Darüber hinaus müsse die Verkabelung ausgetauscht werden. Erforderlich seien zwei Fluchtausgänge im Untergeschoss. Auch die Sanitäranlagen seien erneuerungsbedürftig, so Klarner.

Intern und extern

Dieter Pausch erläuterte technische Einzelheiten. Die Installation einer internen und externen Rauchmeldeanlage sei vorgeschrieben. Die Beleuchtung müsse erneuert werden. Um rückfließendes Wasser bei starkem Regen zu verhindert, müssten Rückschlagklappen in die Abflussrohre eingebaut werden. Im Übrigen seien Bauteile der 50 Jahre alten Schule verschlissen.

Helmut Kießling (CSU) war der Meinung, dass Notausgänge nicht in den Fluren, sondern in den Klassenzimmern wirkungsvoller seien. Dem widersprach der Architekt. Die Fassadenelemente müssten dann herausgenommen werden, und das käme bedeutend teurer. Hubert Gehrlich (Freie Wähler Marktzeuln) fasste die Meinung aller Gemeinderäte zusammen: „Wichtig ist vor allem, dass unsere Schule erhalten bleibt“.

Neue Gebührensatzung

Einstimmig beschloss das Gremium eine neue Friedhofs- und Gebührensatzung. Kämmerer Tobias Grünbeck hatte die Kosten errechnet. Im vergangenen Jahr betrug der Haushaltsansatz bei den Einnahmen 5500 Euro. Tatsächlich konnten aber nur 2637 Euro verbucht werden. Die Gesamtkosten setzten sich aus Pflege und Unterhalt mit 3100 Euro und Personalkosten mit 7500 Euro zusammen.

Ab 1. Juli beträgt die jährliche Grabgebühr zwischen zehn und 30 Euro. Die Benutzung der Leichenhalle kostet 75 Euro. Die sonstigen Gebühren variieren zwischen zehn und 50 Euro. Die Grabplatte für den neuen Friedhof kostet 400 Euro.

Heuer kein Johannisfeuer in Zeuln

Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech gab bekannt, dass das Johannisfeuer in Marktzeuln in diesem Jahr wegen Terminüberschneidung ausfalle. In Horb finde es am 24. Juni statt. Am Montag, 19. Juni, ist eine Bürgerversammlung in der Turnhalle geplant, zu der noch eingeladen werde.

Auf Anfrage von Markus Püls teilte der Bürgermeister mit, dass noch zwei Überflurhydranten Am Flecken, ober- und unterhalb des Rathauses, installiert werden. Die Abschlussrechnung für die Wasserleitung und die Abnahme stünden noch aus. Die Augustsitzung des Gemeinderats finde bereits am 31. Juli statt.