LICHTENFELS

Schäferhund stirbt nach Vergiftung

Leidensgeschichte: An einem Giftköder verendet ist der Schäferhund „Bandit“.

Zwei Wochen lang haben Sonja Rongstock und ihr Mann um das Leben ihres Schäferhunds „Bandit“ gerungen, nachdem er von Unbekannten vergift worden ist. Jetzt ist der eineinhalb Jahre Hund an den Folgen des Rattengifts, das er am Sportplatz in Marktzeuln gefressen hatte, gestorben. Groß war die Anteilnahme vieler OT-Leser und in den „sozialen Netzwerken“.

Trotz Infusionen und einer Operation ist der Hund den inneren Blutungen, die er infolge der Vergiftung erlitten hatte, erlegen. Sonja Rongstock hofft nun, dass die Polizei den Täter ermittelt.

Zu der Trauer um ihren Liebling kommt noch die finanzielle Belastung durch die Behandlung mit Kosten von rund 2800 Euro. Um den Hundehaltern zu helfen, haben hilfsbereite Menschen die Facebook-Gruppe „Haustiere verrückte Begleiter unseres Lebens“ gegründet, um Spenden zu sammeln. Auch die „Stiftung Chipsy – Wir helfen Tieren in Not“, will die Eheleute unterstützen.

Weitere Entdeckungen von ausgelegten Giftködern, die in den vergangenen Tagen in den „sozialen Netzwerken“ gemeldet wurden, kann die Polizei nicht bestätigen. So wurde in der Facebook-Gruppe „Du bist Schneyer, wenn ...“ am Samstag gewarnt, dass in Schney im Bereich Keller, Hundeplatz und in Richtung Ortseingang offenbar Giftköder ausgelegt wurden. Hundehalter berichten von ausgelegten Wurststücken, die mit einer blaugrünen Flüssigkeit präpariert, und weiteren, die mit Rasierklingen gespickt worden seien. Bei Nachforschungen vor Ort konnte die Polizei allerdings keine Spuren davon entdecken, wie Jürgen Hagel mitteilte. Derartige Mitteilungen in den „sozialen Medien“ seien mit Vorsicht zu behandeln, da sie meist nicht nachzuprüfen seien.