BURGKUNSTADT

„Werte schaffen Vertrauen“

Aufbruchsstimmung herrschte beim Neujahrsempfang des Baur-Versands. Zentrales Thema waren die Digitalisierung und der dafür erforderliche Wandel. „Die gute Entwicklung der Baur-Gruppe ist wichtig für die ganze Region“, betonte Georg von Waldenfels, Beiratsvorsitzender der Friedrich-Baur-GmbH. Für gute Stimmung sorgte nicht nur das erfreuliche Wachstum, sondern auch der Auftritt des Chors „The Young ClassX“ aus Hamburg mit mitreißend intonierten Swing- und Pop-Melodien.

„Wer nicht digitalisiert, verliert“, sagte Bundestags-Vizepräsident Hans-Peter Friedrich als Festredner. Ziel sei es, die hohe Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands durch die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft zu erhalten. Der Wissenschaftscampus E-Commerce sei die richtige Initiative, um neue digitale Anwendungskonzepte für den Mittelstand zu bieten. Die Staatsregierung trage mit dem Digitalpakt, in dessen zweiter Phase jetzt nach Netzausbau und Einrichtung von Gründerzentren weitere drei Milliarden Euro investiert werden, dazu bei. Es gelte, Oberfranken, das ein idealer Standort für den Versandhandel sei, in weiteren Bereichen zu stärken. So hätten sich die vier Universitäten in Sachen Digitalisierung zusammengeschlossen und in Bayreuth solle ein Fraunhofer-Institut für Digitalisierung eingerichtet werden.

„Wenn es der Konzern-Mutter gut geht, sind die Gespräche mit den Töchtern einfacher“, meinte Otto-Konzern-Vorstand Marcus Ackermann mit Blick auf das zweistellige Umsatzwachstum der Otto Group. Angesichts des rasanten Tempos der Digitalisierung, zu dem es keine Alternative gebe, sei es wichtig, auf Werte zu setzen, um verunsicherten Menschen wieder Vertrauen zu vermitteln. „Zuerst kommt der technologische Wandel, dann der kulturelle Wandel und schließlich wertorientiertes Handeln“, sagte Ackermann. Rechtschaffenheit, ein anständiger Umgang mit Mitarbeitern und Zulieferern, ein schonender Umgang mit Resourcen und die Orientierung am Gemeinwohl nannte er als Werte der Otto Group.