Die Woche vor 25 Jahren im Obermain-Tagblatt: Brückenbauwerke für die neuen Verkehrsströme

Grundsteinlegung fürs neue Michelauer Schießsportzentrum: Der Vorstand der Schützengesellschaft rund um ...

Die Woche vor 25 Jahren im Obermain-Tagblatt

Doppeltes Pech hat die neunte „Live Music Night“ in Klosterlangheim am dritten Juni-Wochenende 1992: Das Freitagabend-Konzert muss wegen Dauerregens abgesagt werden. Und am Samstagabend enttäuscht die vom Agenten hochgelobte und hoffnungsfroh von Veranstalter und Publikum erwartete „Hamburg Bluesband“ mit einem mageren und arroganzgeschwängerten Kurzauftritt von nicht einmal einer Stunde. Ein Stimmungsdesaster: Die Profimusiker können die Konzertbesucher nur punktuell zum Tanzen animieren und spielen lustlos und hauptsächlich „für sich selbst“, zitiert das OT einen der Organisatoren. Der sonntägliche Jazzfrühschoppen mit „Hot Club“ versöhnt dann ein wenig.

Als dritter Bauabschnitt der Lichtenfelser Nord-West-Tangente („Billinger-Trasse“) wird 23. Juni 1992 die „krumme Brücke“ zwischen Mainau und Kreuzung Coburger/Köstener Straße für den Verkehr freigegeben. Knapp 13 Millionen Mark hat die 420 Meter Straße gekostet, die die Innenstadt vom Autoverkehr entlasten soll.

Mit einer feierlichen Übergabe stellt das THW Staffelstein seinen neuen Gerätekraftwagen (GKW 72) in Dienst. Das 250 000 Mark teure Fahrzeug mit vielfältigem Spezial- und Schwergerät kann bis zu sieben Bergungshelfer transportieren und kann – dank entsprechender Ausstattung – auch für die Kraftfahrerausbildung benutzt werden.

In Michelau ist neben der Mainfeldhalle Grundsteinlegung für das neue Schießsportzentrum der örtlichen Schützengesellschaft: Dabei wird eine große Metallschatulle mit Zeitzeugnissen befüllt und in die Grundmauer eingelassen. Der Inhalt: zahlreiche Dokumente zum Verein sowie als aktuelles Zeitzeugnis – ein Obermain-Tagblatt mit der Berichterstattung übers Schützenfest 1992.

Gebaut wird auch bei Buckendorf: Der südlichste ist auch der einzige Ort im Landkreis, der jenseits der B 505 liegt, die gerade zur A 70 ausgebaut wird. Und dabei bekommen die Buckendorfer notwendigerweise neue Brücken in Richtung Norden. 22 Meter lange und 44 Tonnen schwere Betonbauteile schweben am Haken eines Schwerlast-Baukrans, der in der letzten Juni-Woche 1992 das Brücken-Herzstück auf die Träger aufsetzt.

Fertig gebaut hat man in Hochstadt: Festlich wird am 26. Juni 1992 der Erweiterungsbau am gleichsam sanierten Schulgebäude eingeweiht. 3,1 Millionen Mark hat die Anlage samt Innenhof, Parkflächen und Erschließung der historischen Wasserschlossmauer gekostet.

Welch egoistischer Irrsinn: Den fürs bevorstehende Johannisfeuer aufgeschlichteten Holzstoß an der Weidnitzer Straße in Obristfeld entzünden Unbekannte bereits in der Nacht zum 23. Juni, also zwei Tage vor dem geplanten Termin. Die alarmierte Polizei und der örtliche Feuerwehrkommandant bewachen das Feuer, bis es ausgeht. Denn infolge der anhaltenden Hitze und Trockenheit besteht erhöhte Wald- und Wiesenbrandgefahr. Bis zum eigentlichen Johannisfeuer gelingt es dem Gesangverein „Waldeslust“ Obristfeld, wieder genügend Brennmaterial zusammenzubekommen, so dass das gesellige Fest nicht ausfallen muss.

Im Jubiläumsjahr „500. Geburtstag von Adam Riese“ gibt Staffelstein eine „große Stadtmedaille“ als Sammelobjekt heraus. Die Idee des städtischen Verkehrsamt hat der Nürnberger Grafiker Rudolf Rieß - künstlerisch - umgesetzt und ein Prägewerk um sächsischen Vogtland produziert. Die Medaille zeigt einerseits Staffelstein (mit Rathaus, Nepomuk-Statue und Adam Riese) und andererseits das „Dreigestirn am Obermain“ (Kloster Banz, Vierzehnheiligen und Staffelstein). Zu haben ist die Sammelmedaille in Messing (altsilber- oder altgold-eloxiert) und Kupfer.

Die Freiwillige Feuerwehr Neuensee wählt Anton Zirkelbach zum neuen ersten Vorsitzenden und damit zum Nachfolger von Georg Fiedler, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten ist. Nach 23 Jahren als Kommandant der FFW Staffenstein wird Adolf Lunz von seinem bisherigen Stellvertreter Josef Böh beerbt.

Silvia Heinel, Jutta Schöpf, Andrea Heublein und Josefine Reuß fahren zur Deutschen Meisterschaft. Durch seinen dritten Platz bei der Süddeutschen Minigolf-Meisterschaft qualifiziert sich das Frauenteam des Minigolf Clubs Lichtenfels, amtierender Bayerischer Meister, mit einer guten, aber steigerungsfähigen Leistung. Das Quartett ist übrigens das erste bayerische Team, das sich nach dem FMGC Lichtenfels im Jahr 1988 wieder für die „Deutsche“ empfiehlt.