EBENSFELD

Biber, Experimente und E-Bikes

Für Abwechslung nach der sportlichen Betätigung sorgen zum Beispiel lustige Angelspiele.

Drahtesel satteln, Helm aufsetzen und los geht?s. Das dachten sich zahlreiche Fahrradfahrer, als die Gemeinde zum ersten Raderlebnistag einlud. Kräftig strampelten sie in die Pedale und folgten den Luftballons, die rundherum aufgehängt waren.

Diese markierten die beiden Routen, eine mit 13 Kilometern Länge und eine mit elf, quer durch Ebensfeld und Umgebung. An verschiedenen Stationen auf der Strecke machten die Radfahrer Halt, um sich eine verdiente Pause zu gönnen. Und um an den vielen Aktionen teilzunehmen, die dort angeboten wurden.

200 Jahre Fahrrad

„Es ist ein Tag für die ganze Familie“, meinte Organisator Tobias Walter, „bei bestem Wetter können sie die Natur genießen und sich an den Ständen informieren.“ Gleichzeitig solle der Raderlebnistag die Erfindung des Fahrrads feiern, welches heuer 200. Jubiläum hat, so Walter weiter.

Startpunkt der Tour war das Ebensfelder Stadion. Neben dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) wartete dort die Firma Hofmann mit einer Auswahl ihrer neuen E-Bikes auf die Besucher. Für Probesitzen und -fahren gab es auch Gelegenheit. Wer nach der sportlichen Betätigung ein bisschen spielerische Abwechslung suchte, der war bei den Jugendgruppen Döringstadt und Unterneuses richtig. Deren Angebot reichte von Angelspielen, Natur-Memory, Tast- und Fühlspielen bis hin zu Wasser-Experimenten. Beispielsweise legten die Besucher auf ein Glas voll Wasser einen Bierdeckel, drehten es um und machten anschließend große Augen: Kein einziger Tropfen ging dabei verloren.

Fahrrad-Service-Station

Ein weiterer beliebter Halt auf der Strecke war der Stand des Bundes Naturschutz. Dort informierte Ludwig Wendler über das Verhalten und die Lebensgewohnheiten des Bibers. Zur Veranschaulichung hatte er ein präpariertes Exemplar dabei, über das die Besucher auch einmal streicheln durften. Die Wasserwacht Ebensfeld war ebenfalls mit einem Stand vertreten, wo deren Einsatzboot genauer betrachtet werden konnte.

Kraft tanken hieß es bei den Verpflegungsständen, die auf jeder Route eingerichtet wurden. Bei der Hitze kam der ein oder andere Radler ganz schön ins Schwitzen. Da halfen zum Glück ein leckerer Snack oder ein kaltes Getränk. Ebenfalls entgegenkommend: Die Fahrrad-Service-Station, wo es neben einer Luftpumpe, Schmieröl und Fahrradschläuchen alles gab, um den Drahtesel wieder auf Vordermann zu bringen. Ehe die Radler-Gruppen dann zum Endspurt ihrer Tour ansetzten.

Nicht nur die Radler kommen beim Raderlebnistag auf ihre Kosten, sondern auch ihre vierbeinige Begleitung.
Ein beliebter Halt auf der Strecke: der präparierte Biber vom Bund Naturschutz.