BAD STAFFELSTEIN

Hechtsprünge und Fallübungen

Ausgesprochen gelenkig zeigten sich diese Turnerinnen des TSV beim Spagat.

Eine tolle Werbung für den Vereinssport war einmal mehr das gelungene Sport-Spiel-Spaß-Fest des TSV Staffelstein. Der Verein präsentierte sich in seiner ganzen sportlichen Vielfalt. Kurzweil, Spannung und so manches Aha-Erlebnis wurde den zahlreichen Besuchern zuteil, die teilnehmenden Athleten unterschiedlichen Alters waren ohnehin mit Freude und Ehrgeiz bei der Sache.

Ein Spiegelbild dafür, wie bunt sich das Vereinsleben des TSV mit den diversen Abteilungen gestaltet, waren die bei herrlichem Sonnenscheinwetter gezeigten Darbietungen auf der Wiese an der Peter-J.-Moll-Halle. So zeugten die vorgeführten Techniken der Judoabteilung und der Ju-Jutsuka von Athletik und Körperbeherrschung. Bei letzteren wirkte übrigens auch die mehrmalige Weltmeisterin Carina Neupert mit. Aber insbesondere dem sportlichen Nachwuchs bot sich die Möglichkeit, den Zuschauern zu zeigen, was sie im Verein gelernt haben, wie etwa wichtige Fallübungen als Basis des Judosports. Schwungvoll und fit präsentierte sich ferner die Turnabteilung und die ebenfalls mit verdientem Beifall belohnten Gruppen der Ballettschule Alice Göhl.

Frischlinge und „alte Hasen“

In der Peter-J.-Moll-Halle ging es mit der Tischtennisabteilung nicht minder sportlich zu. Schön zu beobachten war hier der Generationenmix vom Tischtennis-Frischling, der seine ersten Versuche an der Platte wagte, bis hin zum rüstigen „alten Hasen“.

Zwei Wettkämpfe sorgten für Action und Spannung. Keinen Ball verloren gaben die Jungs und Mädels beim U12-Basketballturnier in der nahe gelegenen Adam-Riese-Halle. Neben dem ausrichtenden TSV Staffelstein nahmen der SC Kemmern, der SV Pettstadt und der Post SV Nürnberg teil. Dieser hatte am Ende die Nase vorn. Freilich kannte das Turnier keine Verlierer. So dankte TSV-Abteilungsleiter Michael Bornschlegel allen Teams fürs Mitmachen.

Wolfgang Heyder und der bei den Fans Kultstatus genießende Basketball-„Methusalem“ Larry Banks überreichten zusammen mit Bornschlegel die Medaillen.

Ulkige Mannschaftsnamen

Hechtsprünge, tolle Duelle am Netz, aber auch mancher neckischer Spruch – die parallel stattfindenden offenen Bad Staffelsteiner Beachvolleyball-Meisterschaften büßten auch in ihrer zwölften Auflage nichts von ihrem Reiz ein. Die zwölf Teams, manche mit ulkigen Mannschaftsnamen wie „Juventus Urin“ oder „Britcherbraad“, legten sich mächtig ins Zeug. Trotz unbändigen Einsatzes mussten sich die „Faustis“ von der Faustballabteilung des TSV Staffelstein im Finale dem Team „JVC“ mit zweimal 11:15 Punkten geschlagen geben. Bernd Donath, Stephan Leicht, Christoph Röll und Stefanie Potzel gratulierten den Siegern aus Kirchenlamitz, die schließlich den Pokal in den azurblauen Himmel recken durften. Die Kleinsten tobten sich auf der Hüpfburg aus, andere Kinder frönten auf der Wiese „König Fußball“ oder probierten sich an der Slackline.

Nicht nur Steaks, Bratwürste oder Kuchen fanden reißenden Absatz; angesichts der sommerlichen Celsiusgrade riss auch die Schlange am Getränkestand nicht ab. Der sportliche Achtjährige, der fitte Mittvierziger aber genauso der Senior, der alters- oder gesundheitsbedingt vielleicht sportlich nicht mehr aktiv sein kann – die Veranstaltung bezog alle ein.

Beim geselligen Miteinander genossen Jung und Alt die familiäre Atmosphäre beim Sport-Spiel-Spaß-Fest, das zu späterer Stunde mit einem Lagerfeuer ausklang.

Packende Ballwechsel boten die inoffiziellen Bad Staffelsteiner Beachvolleyball-Meisterschaften.
Keck drein blickt einer der Jungen bei der gelungenen Darbietung der Judoabteilung.FOTOS: Mario Deller