ALTENKUNSTADT

Ein Patientenbesuch beim Chemiker

Mit fröhlichen Liedern und lustigen Sketchen heizten (von links) Steffi Deuerling, Roswitha Arnold, Anni Gückel und ...

Unter dem Motto „Die Sorgen bleiben heut? daheim“ stand der große Seniorenfasching der katholischen Kirchengemeinde Altenkunstadt. Mit originellen Kostümen und köstlichen Sketchen stellte das „ältere Semester“ unter Beweis, dass närrisches Treiben kein Privileg der jungen Generation ist. Die Stimmung hätte nicht besser sein können.

Viele Frauen und Männer, darunter auch Gäste aus der Kuratie Maineck, hatten sich im dekorierten Pfarrsaal eingefunden, um ihre Lachmuskeln zu trainieren. Zur Begrüßung gab?s für jeden ein Glas Sekt. „Lasst uns reden, lachen, singen und wer will, kann auch das Tanzbein schwingen“, forderte Steffi Deuerling das Narrenvolk auf. Die Seniorenbetreuerin hatte zusammen mit Rosanne Tucakovic, Roswitha Arnold und Anni Gückel ein tolles Programm auf die Beine gestellt, bei dem kein Auge trocken blieb. Nach der Melodie „Von den blauen Bergen kommen wir“ wird das fröhliche Lied „Wir feiern heute Fasenacht“ gesungen, mit dem das muntere Quartett die Besucher musikalisch einstimmt.

Und über Nacht war die Hose zu kurz

Von Anton, der sich neue Jeans kauft, erzählt der erste Sketch. Die zu langen Beinkleider müssen um zehn Zentimeter gekürzt werden, doch weder seine Gattin Erika noch Tochter Lisa haben Zeit und die Schwiegermutter schon gar nicht. In der Nacht plagt die Damen das Gewissen: Heimlich kürzt jede die Hose. Als Anton am nächsten Tag seine Jeans noch mal anprobiert, fällt er aus allen Wolken: „Wieso sind denn die jetzt viel zu kurz?“.

Laura Frankenstein geht zum Arzt und schildert monologartig ihre Beschwerden. Als ihr Gegenüber endlich zu Wort kommt, meint er: „Alles, was sie brauchen, ist eine Lesebrille. Ich bin nämlich Chemiker, der Doktor hat seine Praxis ein Stockwerk höher“. Herr Brösicke kommt zum Kaffee. Eine fürsorgliche Mutter hat ihn als Ehemann für ihre Tochter auserkoren. Leider hat der Gatte in spe einen Sprachfehler: Wenn er „a“ sagen will, kommt ein „u“ heraus. Und so wird bei ihm aus der Nadel eine Nudel, der Hand ein Hund und aus Brösickes Tante eine Tunte. Die Besucher schauten im Maklerbüro „Frohes Heim“ vorbei und lernten eine fidele Oma kennen, die an ihrem 80. Geburtstag mit ihrem Freund Fred nach Mallorca düst, während die Familie für sie im Seniorenheim eine Feier vorbereitet hatte. Das Publikum amüsierte sich prächtig und klatschte begeistert Beifall.

Alle singen und schunkeln mit

Mit volkstümlichen Liedern zum Mitsingen und Schunkeln heizte Bernhard Willsch auf seinem Akkordeon die Stimmung an. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Seniorenbetreuerin Steffi Deuerling dankte allen Mitwirkenden und Helfern: „Ohne euch wäre das alles nicht möglich“. Der nächste Seniorennachmittag der katholischen Kirchengemeinde findet am Donnerstag, 8. März, um 14 Uhr im Pfarrheim Sankt Kilian statt.