BURGKUNSTADT

Hoch schlagen die Wogen im Erlebnisbad

Wie im Schwimmbad gings beim Schützenfasching in Burgkunstadt zu. Die Stimmungswogen schlugen hoch.

„Hallenbad-Feeling“ herrschte im Vereinsheim der Schützengesellschaft 1905 Burgkunstadt beim Schützenfasching. Wie es das Motto erahnen ließ, war das geplante Lehrschwimmbecken das abendfüllende Thema.

Strandatmosphäre mit Liegestühlen, Palmen und Badeinseln stimmte die Besucher auf das Thema ein. Nach dem Fasching in Veitshöchheim sei der „Tag der offenen Tür im Erlebnisbad“ der zweite markante Höhepunkt in der fränkischen Faschingssaison, erklärte Vorsitzender Thomas Horn. Stilecht ausstaffiert mit Tauchanzug und Schwimmflossen gab er den Startschuss für einen lustigen Abend. Viele Besucher in Strandkleid, Badeanzug und kurzen Hosen stürzten sich froh gelaunt in das Faschingsvergnügen. Für das geplante Hallenbad bezogen die Schützen sogar mit großen Transparenten Position: „Das Lehrschwimmbecken ist schön, wir wollen nach Altenkunstadt gehen. Doch ist dies unerhört, denn es hätte eigentlich nach Burgkunstadt gehört“.

Schwerer Gang über die Brücke

Zum Tanzen und Schunkeln spielte Franziska auf. „Die Planung für das Lehrschwimmbecken dauert inzwischen fast schon so lang, wie der Bau des Berliner Flughafens“, lästerten „Hinz“ und „Kunz“. In ihrem satirischen Rundumschlag nahmen sie auch die Bauarbeiten am Burgweg aufs Korn, der von etwa drei Personen am Tag benutzt, aber für viel Geld barrierefrei ausgebaut werde. „Einfach eine Seilbahn oder einen Aufzug bauen“, rieten die Büttenredner. Auch bei der Suche nach einem geeigneten Standort für einen Weihnachtsmarkt sind die beiden Karnevalisten fündig geworden:

So sollte in der unteren Stadt ein „Heinzchen-Markt“ und in der oberen Stadt ein „Christkindl- oder Christinchen-Markt“ veranstaltet werden. Für Stimmung sorgte auch eine Gruppe von Badegästen, natürlich mit Schwimmreifen ausgestattet. Menschliche Begegnungen schilderte Ingrid Fiedler mit viel Witz. Als Gesangstrio hatten Gunda Kreutzer, Manfred Weigand und Uwe Hetz die Lacher auf ihrer Seite. Zur bekannten Melodie „Über sieben Brücken musst du gehen“ sangen sie „Wir haben es nicht geschafft, das Lehrschwimmbecken nach Burgkunstadt zu bringen, deshalb können wir nur ein Lied davon singen“ und die gesamte Faschingsgesellschaft stimmte mit ein.

Wie schwer ihnen der Gang zum Schwimmen in den Nachbarort fallen würde war dem Trio anzumerken: „Über eine Brücke musst du geh'n, willst du unser Hallenbad ansehen. Diese Brücke muss es sei, sonst kommst du nicht ins Hallenbad nei“. Begeisterter Applaus belohnte den gelungenen Auftritt.

Noch viele Stunden lang herrschte närrisches Treiben im „Erlebnisbad Schützenhaus“. Ein Höhepunkt des Faschings in Burgkunstadt, waren sich die Besucher einig.