ALTENKUNSTADT

Zum Tode von Ehrenkreisbrandinspektor Helmut Müller: Sechs Jahrzehnte „Gott zur Ehr‘“ gewirkt

Zum Tode von Ehrenkreisbrandinspektor Helmut Müller: Sechs Jahrzehnte „Gott zur Ehr‘“ gewirkt
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Zum Tode von Ehrenkreisbrandinspektor Helmut Müller

Die Feuerwehren der Gemeinde Altenkunstadt und des Landkreises Lichtenfels haben eine ihrer prägenden Persönlichkeiten verloren: Unerwartet ist Ehrenkreisbrandinspektor Helmut Müller im Alter von 77 Jahren verstorben. Helmut Müller wurde im April 1940 in Brenntenberg geboren. Er musste schon in jungen Jahren mit seinen Angehörigen die Heimat verlassen. Altenkunstadt wurde zu seiner neuen Heimat. Hier gründete Müller eine Familie. Seine Kinder wuchsen wohlbehalten auf und er stellte sich den beruflichen Herausforderungen zunächst in der Schuhindustrie und später als Gruppenleiter des Baur-Möbellagers.

Helmut Müllers Leben war von einer christlichen Einstellung geprägt. Er engagierte sich in den kirchlichen Einrichtungen Altenkunstadt, im Gemeinderat und in den Vereinen. Seine besondere Vorliebe – oder besser: sein Lebensinhalt – waren jedoch Hilfsorganisatoren und im besonderen Maße die Freiwilligen Feuerwehren. Im Alter von 17 Jahren trat er in den Feuerwehrdienst ein und wurde dank seiner kompetenten und pflichtbewussten Einstellung bald zum Löschmeister, Kommandanten und Vorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Altenkunstadt.

Am 1. Mai 1972 wurde Helmut Müller zum Kreisbrandmeister des Landkreises Lichtenfels, ernannt. 13 Jahre war er später Kreisbrandinspektor.

Viele Auszeichnungen

Seine Tätigkeit innerhalb der Feuerwehren der Gemeinde Altenkunstadt und des Landkreises Lichtenfels fanden höchste Anerkennung. Er wurde mit dem Steckkreuz des Freistaates Bayern für besondere Verdienste um das Feuerlöschwesen, dem Ehrenzeichen für 40-jährige aktive Dienstzeit und dem Ehrenkreuz in Silber des Bayerischen Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. Außerdem wurde er zum Ehrenvorsitzenden seiner Heimatfeuerwehr und dem Ehrenkreisbrandinspektor des Landkreises Lichtenfels ernannt. In seiner langen aktiven Feuerwehrlaufbahn durfte Helmut Müller viele markante Ereignisse mitgestalten und miterleben, beispielsweise die Segnung des Feuerwehrgerätehauses, verbunden mit dem „100-Jährigen“ der Freiwilligen Feuerwehr Altenkunstadt, die Anschaffungen der ersten Rettungsschere im Landkreis Lichtenfels, sowie diverser Fahrzeuge. Obwohl Helmut Müller seinen aktiven Dienst schon länger beendet hatte, ließ er nie die Verbindungen zu seinen Feuerwehren abreißen. Er gab gerne seine Ratschläge an die Feuerwehrgemeinschaft weiter. Die Feuerwehren sind ihm zu großem Dank verpflichtet. Unvergessen werden seine markanten Worte sein, die er in unzähligen Zusammenkünften an die Feuerwehrdienstleisteten richtete: „Bewahrt euch den Zusammenhalt und die gute Kameradschaft!“